Aluminiumforum Hochrhein

Innovationstagung des Aluminiumforums Hochrhein

November-2012

Experten diskutieren Materialien der Zukunft

Innovationstagung 2012

Materialien und Werkstoffe der Zukunft waren das Thema der Innovationstagung 2012, zu der die Randenkommission in Zusammenarbeit mit dem Aluminiumforum Hochrhein als Gastgeber und der Wirtschaftsregion Südwest GmbH in die Ofteringer Klosterschüer eingeladen hatte. Mehr als 60 geladene Gäste aus der Wirtschaft verfolgten die Referate von vier hochrangigen Experten.

Nach der Begrüßung durch Landrat Tilman Bollacher zeigte Professor Helena van Swygenhoven, Materialwissenschaftlerin am Paul-Scherrer-Institut im schweizerischen Villigen, Strategien für Materialien und Werkstoffe der Zukunft auf. Die Physikerin gab einen Einblick, welche Materialien so zum Einsatz kommen, welche konventionellen Technologien sie ersetzen und wo sie ganz neue Möglichkeiten schaffen. „Der Spielraum für neue Materialien ist gigantisch und aus der Natur können wir noch sehr viel lernen", erklärte van Swygenhoven. Moderne Werkstoffe können ganz neue Entwicklungen sein, aber auch längst bekannte Materialien, für die sich durch innovative Techniken noch ungeahnte Einsatzmöglichkeiten eröffnen. Das wurde auch aus dem Vortrag von Jörg Schäfer vom Gesamtverband der Aluminiumindustrie deutlich. „Aluminium ist die Rohstoffquelle der Zukunft." Wurden 1970 in einem Auto noch 32 Kilo Aluminium verbaut, sind es heute mehr als 160 Kilo. Autos werden leichter und energieeffizienter. Sicherlich mit ein Grund für den rasanten Anstieg der Weltproduktion von Aluminium, von 46.000 Tonnen im Jahr 1911 auf 47 Millionen Tonnen im vergangenen Jahr. Schäfer bekannte, dass er sehr gerne zu Gast in der Region ist: „Hier wurde früh Aluminiumgeschichte geschrieben. Auch heute ist die Bedeutung, dank zahlreicher Unternehmen der Aluminiumbranche und dem im Jahre 2003 gegründeten Aluminiumforum, noch immer sehr groß."  

Günther Bergmann von der Suisse Technology Partners AG aus Neuhausen stellte am Praxisbeispiel einer Brückenkonzeption in Leichtbau neue, innovative Wege vor. Professor Johannes Boneberg vom Nano-Zentrum Bodensee brachte den Gästen den Entwicklungsstand in der Nanotechnik und mögliche Anwendungsfelder in der Zukunft näher.

Die Randenkommission steht für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit und fördert die nachbarschaftlichen Beziehungen mit Kooperationen in den Bereichen Wirtschaft, Tourismus, Verkehrswesen, Bildung und Kultur. Erstmals fand die jährliche Innovationstagung im Landkreis Waldshut statt und wie Wutöschingens Bürgermeister Georg Eble in seinem Schlusswort treffend bemerkte „Innovationen haben nichts mit der Größe der Raumschaft zu tun. Unsere Aluminium ver- und bearbeitenden Unternehmen haben eine hervorragende Marktpräsenz."

QUELLE: Südkurier, 10.11.2012

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